Wie viel Kapazität steckt in unserem bestehenden DC?
Das ermittelt der Zwilling im ersten Schritt — und zwar in beiden Dimensionen, die ein Verteilzentrum begrenzen. Auf der Flächenseite berechnen Packalgorithmen die optimale Fach- und Blockdimensionierung anhand von Produkteigenschaften und Bestandsdaten und ordnen die Flächen neu; typisch sind 6–25 % mehr Nettolagerkapazität. Auf der Durchsatzseite zeigt die Simulation, wie viele Aufträge — und damit wie viele Filialen — Ihr DC bei optimierter Struktur, besseren Wegen und angepassten Prozessen bewältigt; hier sehen wir regelmäßig bis zu +20 % Umschlagsleistung. Welche der beiden Ihr eigentlicher Engpass ist, macht die Erstanalyse in wenigen Tagen sichtbar — beides ohne Neubau.
Können wir Umbauten oder eine parallele Filiallinie vorab simulieren?
Ja. Struktur-, Prozess- und Betriebsvarianten — etwa zwei Filialen gleichzeitig kommissionieren, ein anderes Transportmittel oder ein neues Layout — werden im Zwilling durchgerechnet und anhand realer Aufwände, Engpässe und Lastspitzen bewertet, bevor auf der Fläche etwas verändert wird.
Was genau ist „filialgerechte“ Kommissionierung?
Statt in Lager-Pick-Reihenfolge kommissionieren wir den Auftrag einer Filiale in deren eigener Regal- und Gangreihenfolge. Palette oder Rollcontainer kommen so sortiert an, wie die Filiale ihre Regale bestückt, sodass das Personal sie direkt einräumen kann — mit deutlich weniger Umsortieren und weniger Fehlern.
Wie funktioniert filialgerechter Palettenbau?
Der W2MO Package Builder berechnet für jede Palette ein optimales 3D-Packschema — unter Berücksichtigung von Stapelbarkeit, Bruchempfindlichkeit und Ausrichtung — und kann der Einräumlogik der Filiale folgen. Das Ergebnis ist eine robustere, besser gefüllte Palette: weniger Transportschäden, weniger Transportluft und eine Sendung, die die Filiale nicht neu bauen muss.
Müssen wir alles auf einmal umstellen?
Nein. Sie können mit einem einzigen Hebel beginnen — Kapazität, Struktur, Palettenbau oder Kommissionierung — und die anderen später ergänzen. Weil alle im selben Digitalen Zwilling liegen, baut jeder Schritt auf dem vorherigen auf, statt zu einem separaten Projekt zu werden.
Unser DC läuft auf einem bestimmten WMS — funktioniert das?
Ja. Der Zwilling sitzt oberhalb der WMS-Ebene. Ergebnisse aus Kapazität, Struktur, Reihenfolgen und Palettenschemata fließen zurück in Ihr System — SAP EWM, WM/LES über den W2MO-SAP-Connector oder andere WMS über RESTful-APIs.
Wie lange dauert ein solches Projekt üblicherweise?
Der erste DC-Zwilling — modelliert, optimiert und validiert — ist typischerweise in rund 4 Monaten fertig, je nach Größe und Datenverfügbarkeit. Von dort aus lässt sich dasselbe Modell auf weitere DCs oder weitere Hebel ausdehnen.